DIHK warnt vor Fachkräftemangel - Ingenieure werden immer teurer
Berlin, 25. August 201030 Prozent der deutschen Unternehmen klagen derzeit über Probleme, geeignete Fachkräfte für ihre offenen Stellen zu finden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Unternehmensbefragung bei über 1.600 Firmen im Juli 2010. DIHK-Präsident Driftmann befürchtet daher, dass sich diese Entwicklung angesichts der derzeit gut laufenden Konjunktur schon bald verschärfen und damit zu einer zentralen Herausforderung für Wirtschaft und Politik entwickeln könne.
Während sich diese Erkenntnisse auf alle Bereiche der deutschen Wirtschaft beziehen und Akademiker genauso betroffen sind wie Facharbeiter und Meister, erwartet über die Hälfte der Betriebe in den nächsten fünf Jahren einen starken Mangel an Hochqualifizierten.
Bereits Anfang August hatte die FAZ gemeldet, dass sich der Fachkräftemangel nirgends deutlicher manifestiere als bei den Ingenieuren. So klaffte im Juli zwischen Angebot und Nachfrage eine Lücke von fast 36.000 Personen – mit steigender Tendenz. Derzeit warten 61.700 offene Stellen auf ihre Besetzung – 12 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Dies führt zu spürbar höheren Ingenieurgehältern, vor allem beim Berufseinstieg.
Derzeit fehlen hauptsächlich Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure, Elektro- und Bauingenieure sowie Wirtschaftsingenieure, und die vor allem in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Das zeigen die Statistiken des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI).
Für mehr Transparenz: VDI und ZBI führen Berufsausweis für Ingenieure ein
Berlin, 26. April 2010Auf der Hannover-Messe haben der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und der Zentralverband der Ingenieurvereine (ZBI) den Berufsausweis für Ingenieure, die "engineerING card", vorgestellt. Die Karte soll ihren Erwerbern künftig Bewerbungen erleichtern, denn erworbene Studienabschlüsse, Berufserfahrung und absolvierte Weiterbildungen werden auf der Karte gespeichert und können so problemlos nachgewiesen werden. Dies gilt vor allem bei Bewerbungen im Ausland, da eine Ausweitung des Konzepts auf weitere europäische Länder geplant ist. Die Niederlande, die Schweiz und Österreich stehen ebenfalls bereits in den Startlöchern.
Voraussetzung zur erfolgreichen Beantragung der Karte ist ein abgeschlossenes ingenieurwissenschaftliches Studium an einer anerkannten Hochschule. Die Kosten für die Karte betragen zwischen 95 und 225 Euro, je nachdem, ob die Bewerber einem Trägerverein der engineerING card angehören oder nicht.
Nähere Informationen unter www.engineering-card.de.
Der DVT im Überblick
Der DVT ist die gemeinnützige Dachorganisation von derzeit 45 Fachgesellschaften aus den Bereichen Technik- und Naturwissenschaften.Er fördert die Ingenieursdisziplinen, kümmert sich um die Nachwuchssicherung, stellt seinen Mitgliedsvereinen Dienstleistungen zur Verfügung und vertritt deutsche Ingenieurinteressen in europäischen und internationalen Gremien.
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Ingenieure in Europa und weltweit
EUROPA
Die Einführung von europäischen Ausbildungsstandards im Studium wirkt sich auch auf die Ingenieursausbildung an deutschen Hochschulen aus. Neben der weitgehenden Anpassung der Abschlüsse (Bachelor/Master) werden auch die Curricula aufgrund von Akkreditierungen im Rahmen von EUR ACE stärker vergleichbar.
In der FEANI, der europäischen Dachorganisation der Ingenieurvereine, setzt sich der DVT für die Anerkennung deutscher Abschlüsse ein und stärkt dadurch die Position deutscher Ingenieure im Ausland.
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INTERNATIONAL
In der Weltorganisation der Ingenieursverbände WFEO vertritt der DVT die Interessen der deutschen Ingenieurinnen und Ingenieure sowie ihrer Fachgesellschaften.
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